Das 220 Seiten umfassende Buch erweckt durch das Umschlag-Design den Eindruck, es sei von einem oder einer „J. A. Allen“ verfasst. Das ist nicht der Fall. Die Übersetzungen wurden von Christina Belton gemacht. Das Buch erschien 2008 in der dritten Ausgabe. Erstmalig erschien es 1996. Es ist das einzige mir bekannte fünfsprachige Wörterbuch allgemein zum Thema Pferd: Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch umfasst es.

Es ist nach Themen sortiert und enthält dann auf einer Seite die Vokabeln aller fünf Sprachen in tabellarischer Form. Der Anhang umfasst die letzten 60 Seiten – hier werden die Wörter nach Sprachen und alphabetisch geordnet aufgeführt, damit man weiß, auf welcher Seite man nachschlagen muss. Einige Illustrationen verdeutlichen die Stichwörter.

Vom Konzept her ein gutes Buch. Über die Richtigkeit der Übersetzungen möchte ich mir nur beim Deutschen ein Urteil erlauben. Hierbei fallen zunächst einige Flüchtigkeitsfehler auf: der Holdensack, das Longierien, die Bewegligkeit, die Sheuklappen, die Platzewette. Ich muss aber dazusagen, der Anteil der Tippfehler ist nicht sehr hoch – nur hätte man ihn mit sorgfältigem Korrekturlesen minimieren können. ß kommt nicht vor – das Buch ist so betrachtet also in Schweizer Rechtschreibung gehalten.

Im wesentlichen deckt das Buch Begriffe aus der klassischen Reiterei ab. Der Western-Bereich kommt so gut wie gar nicht vor. Das Thema Galopprennen erstreckt sich über 12 Seiten, der Fahrsport bekommt nur 2 magere Seiten zugedacht. Einige Begriffe sind hölzern übersetzt (right-handed track ist keine Rechtsbahn, sondern ein Rechtskurs), manche falsch (middle-distance horse ist kein Mitteldistanzpferd, sondern ein Steher). Im Großen und Ganzen wird einem das Buch nützlich sein, wenn man sich mit fremdsprachigen Menschen über Pferde und Reiten unterhalten will. Als verbindliche Grundlage für Übersetzungen ist es nicht geeignet, weil die Übersetzungen teilweise zu unpräzise (to be of limited ability = von begrenzter Renneigenschaft?) und teilweise falsch geschrieben oder einfach falsch sind. Für jemanden, der viel in Europa herumkommt, würde ich es aber durchaus empfehlen.

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