Meine Lieblings-Suchanfragen

Nicht der Brunnen der Weisheit, aber das ist ja auch gar nicht schlimm ― Foto von Alexa via Pixabay

Was Menschen schon so alles hier gesucht haben:

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Ich freue mich über viele weitere Anfragen! Und entgegen dem Eindruck, der hier entstehen mag: Es gibt keine dummen Fragen ― nur dumme Antworten.

»hengstig« und »rossig«

Imponiergehabe eines Hengstes — Foto von Brian Dorff via Pixabay
Imponiergehabe eines Hengstes — Foto von Brian Dorff via Pixabay
Der aufgewölbte Hals soll imponieren, das Aufstampfen mit dem Vorderfuß ist eine Drohgebärde — Foto von Brian Dorff via Pixabay

Zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen haben die Begriffe »hengstig« und »rossig«, sie sind keinesfalls austauschbar. Nur männliche Pferde können hengstig sein und nur Stuten rossig.

»Hengstig« zu sein bedeutet, dass ein männliches Pferd, also ein Hengst oder ein Wallach, Hengstmanieren zeigt.
Hengstmanieren zeigt das Pferd vor allem, wenn es andere Pferde erblickt oder ihnen begegnet:
— übermäßige Aufregung und Unruhe beim Anblick anderer Pferde
— Imponiergehabe in Gegenwart anderer Pferde, z. B. »einen Kragen machen« (den Hals aufwölben), den Schweif aufstellen beim Laufen
— Drohgebärden gegenüber anderen Hengsten oder Wallachen, z. B. mit dem Vorderhuf aufstampfen, quieken
— »ausschachten«, also den Penis ausfahren
— lautstarkes Kontakt-aufnehmen-wollen mit anderen Pferden, vor allem Stuten; wiehern, prusten, blubbern

Auch Wallache können sehr hengstig sein, vor allem, wenn sie spät gelegt (=kastriert) worden sind oder unerkannt Klopphengst sind.

Eine »rossige« Stute ist paarungsbereit. Manche Stuten rossen, ohne dass man es ihnen ansieht, andere zeigen es überdeutlich, dass sie rossig sind.

Den Begriff Stutenmanieren analog zu den Hengstmanieren gibt es nicht. Dafür rossen Stuten, aber Hengste hengsten nicht. Die Zeit, in der die Stute paarungsbereit ist, nennt man Rosse.

Anzeichen dafür, dass die Stute rossig ist, sind:
— sie »blitzt«: hebt ihren Schweif und zuckt kurz mit den Schamlippen
— sie uriniert häufig
— sie reagiert empfindlicher auf Berührung, ist kitzlig oder genießt das Gekraultwerden mehr als sonst

Bei anderen Nutztierarten sind die Begriffe genau andersherum als bei den Pferden (wo der Hengst hengstig ist und nicht die Stute):

  • Schaf und Ziege sind bockig
  • die Kuh ist bullig oder stierig

Lustig finde ich das weitere Fachvokabular zur Paarungsbereitschaft bzw. Brunft der Tiere. Es beschreibt oft sehr genau das Verhalten, das das Tier zeigt.

  • Hündin: läufig
  • Katze: rollig
  • Schwein: rauschig

Schienbeine haben

Rennpferd im Training ― Foto von Yenni Vance via Pixabay
Ein Rennpferd cantert bei der Morgenarbeit unter einem Arbeitsreiter ― Foto von Yenni Vance via Pixabay

In meiner Zeit bei der Sport-Welt gehörte es zu den spannendsten Aufgaben, im Frühjahr in die Rennställe zu fahren und mit den Trainern jedes einzelne Pferd anzuschauen und es zu besprechen. Wieder in der Redaktion, musste man die vielen Notizen zusammenfassen und eine sogenannte Stall-Parade schreiben, in der einerseits für den interessierten Wetter genug tatsächliche Informationen enthalten waren, andererseits aber für den engagierten Rennpferdebesitzer auch genug Streicheleinheiten. Wer liest schon gern in der Zeitung, dass er Monat für Monat Trainingsgebühren für einen Vollblüter zahlt, der voraussichtlich nie einen Blumentopf gewinnen wird.

Stallparade bei Uwe Ostmann, erschienen in der Sport-Welt 1987
Stallparade bei Trainer Uwe Ostmann, erschienen in der Sport-Welt 1987 – die hab ich nicht geschrieben, nur gelesen. Alte Zeit war später richtig gut.

Es gab zwei Typen von Trainern. Die einen nahmen meine Kollegen und mich sofort ins Vertrauen und sagten uns schonungslos ihre Meinung über ihre Schützlinge. Ob das Pferd einen bestimmten Boden brauchte, einen bestimmten Rennverlauf, was sie schon mit den Distanzen probiert hatten, mit welchem Pferd unser Kandidat in der Morgenarbeit Kopf-Kopf geht (woran man ablesen kann, wie gut die Pferde in Relation zueinander sind), welche Rennen für das Pferd in dieser Saison geplant sind. Das waren in der Regel die Trainer mit den vollen Ställen. Die vertrauten darauf, dass wir sie nicht mit »Das ist ein Pferd, so sympathisch wie Zahnschmerzen« oder »ziemlich das langsamste, was wir haben« in der Zeitung zitierten (obwohl die Sätze so gefallen waren). Das waren aber auch Trainer, die sich leisten konnten, einem Besitzer zu sagen, dass sein Rennpferd kein Hochleistungssportler ist, weil sie wussten: Wenn er das Pferd abzieht, wird die Box wieder voll.

Meine Notizen zu einer Stall-Parade 1998
Meine Notizen zu einer Stall-Parade der Sport-Welt 1998. Leider weiß ich nicht, ob ich die gedruckte Fassung auch noch irgendwo habe…

Die andere Sorte Trainer wollte nichts riskieren. Lieber den Zeitungsleuten keinen Anlass geben, ihre Arbeit in irgendeiner Form anzuzweifeln. Verständlich, wenn man selbständig ist und das Einkommen aus der Formel »Anzahl der belegten Boxen + Prozente der eingaloppierten Geldpreise« besteht. Das waren die schwierigen Stall-Paraden. Der Trainer wand sich und sagte zum zehnten Mal, dass das Pferd »noch in der Entwicklung gestanden« habe, nochmal »einen Schub« mache und dass jetzt wirklich bald »der Knoten platzen« müsste. Man hätte es leider noch nicht herausbringen können, denn es hätte Schienbeine gehabt.

Nun mag man von sich selber auf Pferde schließen und denken, dass Schienbeine zu haben an sich nichts Erfolg verhinderndes, ja eher etwas dem Laufen zuträgliches ist. Aber es ist nicht so, dass »Schienbeine haben« bei Rennpferden generell nur eine Ausrede ist! Nein, »Schienbeine haben« ist tatsächlich ein häufiges Problem, das bei jungen Pferden auftauchen kann, wenn sie antrainiert werden. Bitte bedenken Sie, dass ich keine Tierärztin bin und meine Beschreibung daher nicht wissenschaftlich ausfallen kann:

Hat ein Pferd »Schienbeine«, so kann man vorn am Röhrbein erhöhte Temperatur, Empfindlichkeit und in späteren Stadien eine Schwellung fühlen (unter anderem deswegen bekommt jedes Rennpferd mehrfach täglich die Beine abgetastet). Grund dafür ist eine Überlastung, auf die der Körper mit Knochenzubildung im belasteten Bereich reagiert. In der Folge wird die Knochenhaut gereizt, sie schwillt an und entzündet sich. Gibt man dem Pferd rechtzeitig Ruhe (wenn das Pferd beim Abtasten empfindlich reagiert, aber noch keine Schwellung vorhanden ist), muss oft nur kurz mit dem Training ausgesetzt werden. Andererseits können »Schienbeine« auch dazu führen, dass der junge Vollblüter für sechs Wochen oder auch drei Monate lang aus dem Training genommen werden muss.

»Schienbeine haben« heißt auf englisch »to have sore shins« oder »to have bucked shins«. Und auf englisch kann man sich die Schienbeine auch aktiv zuziehen: horses buck their shins.

»sore« trifft man im Pferdebereich noch an anderen Orten, z. B. gibt es den Begriff »to be saddle sore«, der bedeutet »wundsein« im Sinne von »Wundgerittensein« (auch als Adjektiv saddle-sore« = wundgeritten) (beides auf den Reiter bezogen) bzw. auf das Pferd bezogen »Satteldruck«. Ein »saddle-sore horse« ist ein Pferd, das Satteldruck hat.


Eine kurze, persönliche Anmerkung: Ich bin allen Trainern dankbar, die mir damals auf Augenhöhe begegnet sind. Ich war in 111 Jahren Verlagsgeschichte, soweit sich der bereits in Ruhestand befindliche Rudi Schillings zurückerinnern konnte, die erste Frau in der Redaktion der Sport-Welt, und für manche im Rennsport war das anscheinend gewöhnungsbedürftig.

Kleine Schimmelkunde (5)

Schimmelfohlen
Schimmelfohlen: Wird eines Tages schneeweiß sein – Foto von Valentina Ix via Pixabay

Was ist eigentlich ein Dauerschimmel?

Ein meiner Meinung nach unglücklich gewählter Begriff, der Farbwechsler (englisch: roan, alter Begriff: Mohrenkopfschimmel) bezeichnen soll. Unglücklich gewählt, denn:

  • Farbwechsler sind keine Schimmel
  • Farbwechsler haben nicht zu jeder Jahreszeit die gleiche Farbe, ihre Farbe ist also nicht dauerhaft
  • Farbwechsler sind nicht weiß, zumindest nicht am ganzen Körper. Ihr Kopf und ihre Beine zeigen immer die Grundfarbe an.

Und dazu kommt, dass »echte« Schimmel zwar im Laufe ihres Lebens immer heller werden, aber dauerhaft Schimmel sind.

Mehr über Farbwechsler.

Wildpferd
Mustangstute mit Farbwechsler-Fohlen: Wird zeit seines Lebens einen dunklen Kopf und dunkle Beine haben – Foto von Jessica Rockeman via Pixabay

Spaß mit Google Translate

Comtois - Foto von JuLessMrsS
Comtois – Foto von JuLessMrsS via Pixabay

Was du schon immer über die Farbe der Comtois-Pferde wissen wolltest, aber nie erfahren konntest, weil du kein Französisch sprichst:

Das Comtois-Pferd hat ursprünglich ein bauchiges Kleid mit schwarzen Haaren, das bis zur Zeit des Zweiten Weltkrieges fast die einzige Kleidungsfarbe der Rasse bildet. Das Kleid ist jetzt anders, gekennzeichnet durch eine klare gelb-silberne Mähne und Schweif, sowie klare Barten, die bis auf die Sehnenebene zurückgehen. Das Kleid dieser Pferde, (fälschlicherweise) „kastaniengewaschenes Haar“ (die Mehrheit der Comtois-Pferde ist ursprünglich Bais), ist auf die Einführung des Gens Silver durch einen einzigen Hengst namens Questeur zurückzuführen, der In den 1950er Jahren wurde er zum Zuchthengst. Da das Silber-Gen dominant ist, trägt nun eine große Mehrheit der Comtois-Pferde dieses Kleid, auch wenn die Bucht noch von der Standard-Rasse zugelassen ist. Das Kleid namens verbrannte Kastanie ist verboten.
Dieses Kleid ist in der Comtois so üblich geworden, dass andere Silberbeerepferde als „comtois chestnut“ beschrieben werden. Die Züchter mögen versucht haben, Weiterlesen

Wie nennt man ein schwarzes Pferd mit weißer Mähne?

Foto von Ute Becker via Pixabay
Rappwindfarbener Isländer — Foto von Ute Becker via Pixabay

Wie die Farbe bezeichnet wird, das kommt auf die Rasse an. Grundsätzlich gibt es nur wenige Pferderassen, bei denen diese Farbe überhaupt auftritt — wobei es auch kein »reines« Schwarz und kein »reines« Weiß ist. Meist ist es eher ein sehr dunkles silbergraues Fell und ein sehr helles Silbergrau in der Mähne.

Im Folgenden die Farbbezeichnung von verschiedenen Zuchtverbänden. Für Ergänzungen bin ich dankbar — einfach das Kommentarfeld am Ende des Beitrags nutzen oder eine E-Mail schreiben.

Noch etwas zum Unterschied zwischen silver und silver dapple: Viele dieser Pferde zeigen eine Äpfelung im dunklen Fell, dann ist die Bezeichnung silver dapple angebracht (»silbern geäpfelt«). Manche sind aber auch »ungemustert« (mir fällt kein Begriff für solid colour ein), und dann sind sie eben einfach nur silver.

Das Silber-Gen bewirkt auf einem Rappen die oben genannte Farbe. Auf einem Dunkelbraunen oder einem Braunen wirkt sie sich anders aus und heißt dann in manchen Rassen auch anders.

Was sind Stollen?

Leckeres Weihnachtsgebäck, enge Tunnel im Bergbau, und Spikes an Hufeisen.

Springreiter beim CHIO Aachen - Foto von Kira Hoffmann via Pixabay
Springreiter beim CHIO Aachen, deutlich an den Hufeisen zu sehen: die Stollen – Foto von Kira Hoffmann via Pixabay

Die meisten Stollen kann man im Gegensatz zu Stiften theoretisch wieder herausnehmen. Ein solcher Stollenbeschlag ist ein Hufeisen mit Gewinden, in die die Stollen (einer an jedem Schenkel des Eisens) hineingeschraubt werden (theoretisch deswegen, weil sich die Stollen nach kurzer Zeit im Gewinde so verkeilen, dass man sie nicht mehr lösen kann; es sei denn, man reitet nur auf Sand oder Gras, also sehr weichem Boden). Stollen können aber auch aufgeschweißt werden, und an Eisen, die komplett vom Schmied hergestellt wurden, konnten auch die Schenkel so umgebogen werden, dass derselbe Effekt wie bei Stollen entstand, nämlich stark verbesserter Grip. Wie man diese umgeschmiedeten Enden jedoch nannte, weiß ich zur Zeit nicht – hier würde ich mich über einen Kommentar von einem Hufschmied freuen!

Stifte (oft Widia-Stifte genannt) kann der Schmied ebenfalls an ein vorkonfektioniertes Eisen anbringen (vor dem Beschlagen). Sie sind immer fest mit dem Eisen verbunden, lassen sich also gar nicht entfernen. Optisch unterscheiden lassen sich Stollen und Stifte dadurch, dass Stifte niedriger, viel kleiner und immer rund sind. Stollen haben oft eine viereckige Grundfläche, sind pyramidenförmig und haben in der Mitte einen härteren Stift herausschauen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es verschiedene Formen.

Stifte können nicht nur ins Hufeisen, sondern auch in die Hufnägel eingelassen werden. Diese nennt man dann Eisnägel, weil man damit (in Kombination mit Stiften oder Stollen) tatsächlich auf glatten Eisflächen reiten kann. (Was man allerdings auch mit Stollen nicht kann, ist auf einer glatten Eisfläche eine Neunzig-Grad-Kurve im Galopp nehmen. Ich spreche aus Erfahrung: Ich bin im Krankenhaus gelandet, aber immerhin ist den Pferden nichts passiert.)

Es gibt übrigens noch ein schönes Verb, das in meine Reihe der präfigierten Verben passt, nämlich »aufstollen«. Das bedeutet nämlich wider Erwarten nicht das Anbringen von Stollen am Eisen, sondern das Ansammeln von Schnee unter dem Huf. Etwas, das durch Anbringen von Hufgrip vermieden werden soll (und vermieden wird).

Aalstrich – und ein bisschen Norwegisch

Foto von Domenic Blair via Pixabay

Praktisch jedes Pferdelexikon beginnt mit dem Wort »Aalstrich«. (Und endet dann aber wahlweise mit »Zungenfreiheit«, »Zweispänner«, »Zwitter«, oder »Zwölffingerdarm«, je nach Umfang und Schwerpunkt.)

Die Bedeutung des Wortes ist schnell erklärt. Ein Aalstrich ist eine dunkle Linie, die sich von Schopf bis Schweif der Länge nach über die Oberseite des Pferdes zieht, und zwar auch durch die Mähne durch, wie man schön auf diesem Foto sieht:

Norweger mit Stehmähne
Fjordpferd mit Stehmähne, durch die man den Aalstrich sieht — Foto von Domenic Blair via Pixabay

Der Aalstrich ist charakteristisch für Falben und sorgt bei Braunfalben für die Unterscheidung vom Braunen.

Im Isländischen gibt es eine Adjektivform dazu, die man quasi als »aalstrichig« übersetzen kann, und die dann in isländischen Farbbezeichnungen wie bleikálóttur (gelbfalb) oder móálóttur (mausfalb) auftaucht. Im Deutschen benutzt man die Konstruktion »mit Aalstrich«, ähnlich wird es in anderen Sprachen gehandhabt, musegrå med ål heißt der Mausfalbe auf dänisch.

Da alle Fjordpferde Falben sind und demzufolge einen Aalstrich haben, wird der Aalstrich bei den norwegischen Pferdefarben nicht extra erwähnt. Folgende Farben können die Norweger haben (in mehreren Schreibweisen, weil es nicht nur zwei Sprachen, sondern auch noch viele Dialekte in Norwegen gibt, und mit der deutschen Bezeichnung, die der Zuchtverband verwendet, dahinter):

  • brunblakk — Braunfalbe (ein norwegischer Braunfalbe ist jedoch nie so dunkel, wie es ein isländischer Braunfalbe sein kann), wird unterteilt in lys brunblakk (Hellbraunfalbe) und mørk brunblakk
  • rødblakk, raudblakk — Rotfalbe
  • grå — Graufalbe
  • gulblakk — Gelbfalbe
  • ulsblakk — Hellfalbe

Außerdem gibt es im Norwegischen Fachwörter für diese eingefärbten Körperpartien, die in anderen Sprachen fehlen: ål kennen wir schon, midstol oder midtstol ist der Längsstreifen in der Mähne, halefjær oder halefjør (»Schwanzfedern«) sind die dunklen Schweifhaare. Auch die Wildfarbigkeitszeichen haben eigene Namen im Norwegischen: Da gibt es die Bezeichnung grep für manchmal vorhandene (Quer-)Streifen am Widerrist, auf deutsch »Schulterkreuz« genannt, und njålsmerke für (extrem selten vorkommende) dunkle Flecken an den Ganaschen. Querstreifen am Bein werden einfach benstriper (»Beinstreifen«) genannt. Meistens nennt man sie auf deutsch »Zebrastreifen« bzw. zebra stripes auf englisch.

Quellen:
Store norske leksikon, Stichwort »fjordhest«

Norwegian Fjord Horse Registry

Homepage des norwegischen Zuchtverbands

Auf englisch heißt der Aalstrich dorsal stripe.

Wäre also noch die Herkunft des Wortes, seine etymologischen Wurzeln, zu klären, und idealerweise auch, wie es bei Pferd und Esel zu dieser Färbung kommt, also der genetische Hintergrund. Aber das wird mindestens ein weiterer Artikel.

Was sind Mounted Games?

Reiterspiele — Foto via Wikimedia Commons
Reiterspiele — Foto via Wikimedia Commons

Mounted Games sind Reiterspiele. mounted ist ein Adjektiv (abgeleitet vom Verb to mount, was »aufsitzen«, aber auch so etwas wie »aufgesessen sein« bedeutet) und wird am besten mit »beritten« übersetzt. Bekannt ist das Wort vor allem in der Kombination mounted police (berittene Polizei) und da speziell im Zusammenhang mit der Royal Canadian Mounted Police, umgangssprachlich abgekürzt Mounties.

Foto von Keith Johnston via Pixabay
Royal Canadian Mounted Police —Foto von Keith Johnston via Pixabay

Mounted Games sind eine eigene Sportart, in der z. B. Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Mehr darüber kann man auf der ⇒ Homepage des Verbandes lesen.

Wo ich gerade diesen Artikel schreibe, fällt mir eine neue mögliche Liste ein: eine Liste über die verschiedenen Pferdesportarten. Vielleicht finde ich ja demnächst die Muße, einmal alles zusammenzutragen, was es an »Sport mit Pferd« so alles gibt. Auch wenn man erst einmal denkt, naja, Reiten und Fahren halt, gibt es ja von Polocrosse über Ride and Tie bis zu Buskaschi die verschiedensten Turniere, d. h. Wettbewerbe.

Fragen über Fragen

Fragezeichen im Gesicht
Fragezeichen im Gesicht

Wenn du schon immer mal wissen wolltest, was andere Leute wissen wollen, dann gibt es hier einen kleinen Einblick. Fragen, die beim Pferdewörterbuch via Internet angekommen sind:

  • Wie heißt der Reiter auf dem Pferd?
  • Gibt es im Französischen das Wort Pony?
  • Soll ich was sagen wenn ein Pferd eine Rollkur geht? (Ja.)
  • Welche Pferde werden umgangssprachlich Tinker genannt? (Antwort)
  • Was heißt Halfter und Strick auf englisch? (halter, rope)
  • warum gibt es so viele polnische arbeitsreiter
  • wie spricht man galopp auf polnisch aus
  • wie heissen diese gummipferdchen
  • wie heißt die britische gefleckte pferderasse
  • wie viel Sie können auf Schmiden Pferden verdienen
  • Welche Pferderassen haben einen Aalstrich? (Mir fallen jetzt nur Norweger und Dülmener ein, bei denen alle einen Aalstrich haben, aber es gibt womöglich noch mehr)
  • Was bedeutet ein Pferd anstreichen?
  • Darf man Pferde barren? (Dagegen.)
  • Welche Halftergröße für Tinker? (Kommt auf seine Größe an.)
  • Warum ist Französisch die offizielle Reitersprache?
  • Kann ein arabisches Pferd Behang an der Fessel haben?
  • Ist stichelhaariger Fuchs eine Fellfarbe bei der Eintragung? (Beim Zuchtverband nachfragen.)
  • Wie heißt der Reiter eines Rennpferdes? (Antwort.)
  • Was bedeutet ein Pferd ausbinden?
  • Was heißt Tunier auf englisch? (Competition oder horse show, und auf deutsch heißt es Turnier.)
  • Wie groß wird ein Jährling?
  • Haben braune Pferde einen Aalstrich? (In der Regel nicht, es sind dann Falben, aber die gibt es auch in braun.)
  • Was ist ein Falbe?
  • Welche Farbe hat ein Falbe?
  • Kann man ein büffeliges Pferd korrigieren?
  • olympia dressurreiten was bedeutet das t hinter dem namen
  • Was bedeutet Connemara Prämienfohlen Gold? ( … Zuchtverband?)
  • Wie heißt der Plural von Sattel? (Sättel)
  • Ist Bügeln beim Pferd ein Mangel? (Ich wäre ehrlich gesagt froh, wenn mein Pferd mir das Bügeln abnehmen würde.)
  • anderer Begriff für Pferde abschlachten
  • Was muss ein einjähriges Pferd alles können?
  • Wie bezeichnet man ein Pferd wenn es hübsch ist?
  • Mit welcher Rasse darf man ein ital. Warmblut decken? (… Zuchtverband?)
  • Was heisst NRW hinter dem Pferdenamen?
  • was heist freitseitpferde
  • Zirkelarbeit mit durchtrittigem Pferd? (Tierarzt fragen.)
  • Pferdekauf einjähriger Vollblüter neu oder gebraucht? (Soweit ich weiß, sind Pferde nur in ihrem ersten halben Jahr neu, danach gebraucht.)
  • wie ist eine reithalle aufgebaut was bedeuten die buchstaben
  • Welche Berufe kann ein Pferd haben?
  • wie groß ist ein skewbald pferd ? (Das kommt auf seine Größe an, nicht auf seine Farbe.)
  • von was spricht man wenn man sag das pferd habe eine weiße krone? (Einem schmalen Streifen weiß oberhalb des Hufs.)
  • Wie oft gibt es den Namen vom eigenen Pferd?
  • Wie züchtet man falbe Pferde?
  • die Sucht nach Pferden, Fachwort?
  • Gibt es eine Möglichkeit herauszufinden, warum ein Pferd aus dem Rennsport genommen wurde?
  • Ist es möglich isländisch fließend zu sprechen? (Ja.)
  • Gibt es den Farbton Falbe?
  • Wie nennt man ein Pferd das noch nie ein Rennen gelaufen is? („Nicht gelaufen“ bzw. „unraced“ auf englisch.)
  • Warum gibt es bei den meisten Pferderassen keine Pintos mehr? (Du meinst Schecken – aber die Frage ist interessant.)
  • Gibt es das Wort flaxen? (Ja, in der englischen Sprache.)
  • pferderassen liste wo alle drauf stehen deutsch (Ich empfehle Wikipedia.)
  • Was heißt speichern auf isländisch? (Ich glaube, vista.)
  • das pferd koppt auf englisch (und wir rappen dazu auf deutsch!)
  • Was trinkt ein Tennessee Walking Horse?
  • kan man sich in island einfach ein pferd nemen
  • Wie heißt der braune Farbton, den die Amerikaner überall haben?
  • Welche Farbe hat Schokolade bei Isländern?
  • Was haben die Streifen auf den Hürden beim Reitsport zu bedeuten?
  • Wie kurz die Zügel nehmen beim Reiten?

Und nichts davon ist erfunden. Viele der Fragen finde ich einfach drollig, und manche sind sehr spannend. Auf manche haben die Frager hier beim Pferdewörterbuch eine Antwort gefunden, auf viele nicht. Und ich freue mich auf hunderte Fragen mehr im kommenden Jahr!