Foto von Agencja Interaktywna Artur Czyżewski via Pixabay
Rennfarbe: gelb, schwarze Kappe – Foto von Agencja Interaktywna Artur Czyżewski via Pixabay

Ein schönes kleines Beispiel aus dem Film „Dreamer – Ein Traum wird wahr“. Da ist in der deutschen Übersetzung von „Seidenjacke“ die Rede. Zu sehen ist ein  Rennpferdebesitzer, der dem Jockey einen Blouson reicht. Dabei versichert er ihm, es handele sich um die traditionsreiche Seidenjacke seines Rennstalls. Die silks eines Rennstalls sind aber nicht aus Seide, sondern aus irgendeiner leichten Kunstfaser, und der deutsche Begriff dafür ist Rennfarbe. Ein Pferd läuft „in den Farben von“ seinem Besitzer. „Lord Derby’s silks“ sind Lord Derbys traditionsreiche Rennfarben, seit Jahrhunderten unverändert, und nicht seine traditionsreichen Blousons, die schon längst von Motten zerfressen sein dürften.

Natürlich handelt es sich um ein Detail, das nichts zur Handlung beiträgt. Den richtigen Ausdruck zu verwenden schadet aber nicht.

Update: Eine weitere kreative, aber dennoch falsche Übersetzung von „silks“ steht in Ginny Elliots „Schnell wie der Wind“:

Mit Mühe konnte ich sie überzeugen, dass „die arme Sue“ mit dem Kopftuch vermutlich nur die Windschutzscheibe putzen würde. „Wenn du unbedingt ein Geschenk für sie kaufen willst“, meinte ich, „dann würde sie sich am meisten über neue Rennseide freuen.“

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